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Literatur auf radioeins © dpa/Zentralbild
Literatur auf radioeins

Literatur auf radioeins - Bücher, Bücher & Bücher: Buchempfehlungen und Premieren

Unsere Literaturagenten widmen sich jeden Sonntag zwei Stunden lang der Welt der Literatur, in Schöner Lesen erhalten Sie montags Buchempfehlungen von unseren Buchhändler*innen des Vertrauens, in Favorit Buch stellen Ihnen donnerstags unsere Literaturagenten Marie Kaiser, Gesa Ufer und Thomas Böhm eine Neuerscheinung der Woche vor. Bei unseren Schönen Lesungen präsentieren Ihnen Autor*innen ganz exklusiv Ihre neuen Werke. Und all das finden Sie hier zum Nachhören.

Kunst & Kultur

A Complete Unknown © 2024 Searchlight Pictures All Rights Reserved
2024 Searchlight Pictures All Rights Reserved

Favorit Film - Like A Complete Unknown

Nach der Berlinale ist vor den Oscars. In der Nacht von Sonntag auf Montag werden sie vergeben, die glamourösesten Filmpreise der Welt. Und diese Woche kommt ein Film ins Kino, der für acht der Goldenen Männlein nominiert ist: "Like A Complete Unknown" mit Timothée Chalamet in der Rolle von Bob Dylan. Für radioeins-Filmexpertin Anke Leweke ein klassisch konventioneller Film, in schönen gedämpften Farben und mit tollen Kostümen. Eine Zeitreise ins New York der 60er Jahre. Und vielleicht macht dieser konventionelle Rahmen auch Sinn, um von jemandem zu erzählen, der immer ausbrechen will.

Thomas Nicolai © Bernd Brundert
Bernd Brundert

Interview - Thomas Nicolai, Comedian

Thomas Nicolai ist Comedian, Sprecher von Hörspielen und Hörbüchern, Autor und Synchronsprecher. Vielen ist er noch bekannt als „Der blonde Emil“, oder als einer der Stammmoderatoren des Quatsch Comedy Clubs. Seit 2003 unterhält Thomas Nicolai die Menschen unter seinem echten Namen. Mit Romanen, Podcasts, Käpt`n Sharky Hörspielen oder satirischen Übersetzungen von Asterix-Bänden. Es darf verraten werden, dass ein neuer Roman „Maulberg“ in den kommenden Tagen erscheint. Außerdem tritt er am 28.2. mit seinem aktuellen Programm „KAMISI – Irren ist männlich“ in der Berliner Ufa Fabrik auftritt. Heute Abend ist Thomas Nicolai zu Gast bei Marion Brasch im studioeins im Bikini Berlin.

Jens Balzer © imago images/Votos-Roland Owsnitzki
imago images/Votos-Roland Owsnitzki

Kommentar von Jens Balzer - Deutschland hat gewählt: Der Westen schwarz, der Osten blau

Deutschland hat gewählt. Die Union ist die stärkste Kraft geworden, die AfD ist auf Platz 2. Dabei zeigt sich: Die Union hat im Westen Deutschlands die meisten Stimmen erhalten, die AfD im Osten. Wenn man sich die Ergebnisse aber genauer ansieht, darauf verweist unser heutiger Kommentator Jens Balzer, dann wird man feststellen, dass die Zustimmung für die AfD im Westen auch gestiegen ist. Sie hat 17,9 Prozent der Stimmen bekommen. Im Vergleich zu 34,5 Prozent im Osten, ist das zwar nur die Hälfte, aber amtlich auf alle Fälle, und erstmals ist die AfD auch in zwei westdeutschen Städten zur stärksten Kraft geworden.

"Monster Hunter Wilds" © Capcom
Capcom

Das Videospiel der Woche - Monster Hunter Wilds

Am Freitag geht mit "Monster Hunter Wilds" ein weiterer Mega-Blockbuster an den Start, auf den Millionen Fans weltweit bereits sehnlichst warten. Wie dieser neue Ableger der beliebten Serie gelungen ist, weiß radioeins-Gamer Magnus von Keil. Ein Spiel, das mit epischen, bildgewaltigen Monsterschlachten überzeugt. Für absolute Neulinge könnte das Game erstmal ein bisschen komplex und daher abschreckend sein, aber mit etwas Übung kriegt man das System schnell drauf. Dann macht die Monsterjagd richtig Spaß.

Timo Wopp © ZDF / Jens Hartmann
ZDF / Jens Hartmann

Interview - Timo Wopp, Comedian und Kabarettist

Er ist Kabarettist und Moderator, er betreibt einen Wirtschaftspodcast und ist einfach Unterhaltungsmensch durch und durch. Vor einer Woche hat er Florian Schröder als kabarettistisches Zugpferd beim radioeins Tipi Talk vertreten, auch in der dem ZDF-Format "Die Anstalt" ist er regelmäßig zu sehen. Mit seinen Solo-Programmen ist Timo Wopp seit 15 Jahren unterwegs. "JA SORRY!" lautet der vielversprechende Titel seiner aktuellen Show. Am 27. Februar ist Berlin-Premiere in den Berliner Wühlmäusen. Gut, dass er heute am Tag nach der Bundestagstagswahl Zeit für uns hat. Timo Wopp ist zu Gast im studioeins im Bikini Berlin.

Podcast Elterntelefonate
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Elterntelefonate - Ihr wolltet ja ...

Wie alle echten Berliner kommt Sebastian Lehmann eigentlich aus Süddeutschland. Deswegen muss er oft mit seinen Eltern in der badischen Provinz telefonieren. Dabei unterhalten sie sich zum Beispiel über seine brotlose Kunst, die politische Grundstimmung im Lande und die Konsistenz von Gummibärchen. Die Mitschnitte dieser tiefgründigen Konversation der Generationen gibt es endlich auf radioeins.

"Die Möllner Briefe" von Martina Priessner © inselfilm produktion
inselfilm produktion

Berlinale-Rückblick - "Die Möllner Briefe" gewinnt Panorama Publikumspreis

Die Berlinale ist zu Ende gegangen. Der Publikumspreis des Panoramas wurde für den Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe" verliehen. Der Film erzählt die Geschichte der Opfer des Brandanschlags von Mölln im November 1992. Regisseurin Martina Priessner ist dankbar für die Bestätigung, dass die Opfer von terroristischen Gewalttaten mehr ins Zentrum gestellt werden müssen. Über das Filmfestival und die anderen Preise sprechen wir mit Julia Vismann.

Je n’avais que le néant – "Shoah" par Lanzmann © USHMM et YAD VASHEM - Collection SHOAH de Claude Lanzmann
USHMM et YAD VASHEM - Collection SHOAH de Claude Lanzmann

Zwölf Uhr mittags - Guillaume Ribot im Gespräch zu "Je n’avais que le néant – 'Shoah' par Lanzmann"

Claude Lanzmann verbrachte zwölf Jahre mit der Produktion von "Shoah" (1985), einem bahnbrechenden Werk, das einen grundlegend neuen Ansatz zur Darstellung des Holocausts im Kino fand. Vier Jahrzehnte später taucht der Filmemacher Guillaume Ribot in über 220 Stunden unveröffentlichtes Filmmaterial von "Shoah" ein. Im Bestreben, die Realität des Holocausts zu erfassen, führte Lanzmann Interviews mit Opfern, Zeug*innen und Täter*innen aus aller Welt. Er begab sich auf eine beispiellose Reise, die - Zweifel, Rückschläge und falsche Fährten eingeschlossen - in einem Meilenstein der Filmgeschichte resultierte.

William Lebghil, Michel Blanc, Ethan Chimenti, Dominique Reymond und Aurélien Gabrielli in "La cache | The Safe House" von Lionel Baier © Véronique Kolber
Véronique Kolber

Berlinale Kritik - Die Filmfestspiele vor dem großen Finale

Anke Leweke hat sich gestern unterhaltsam und bewegend unterhalten gefühlt. Der Film "The Safe House" feierte seine Weltpremiere und spielt im Paris von 1968, basierend auf einem autobiografischen Buch von Christoph Boltanski. Außerdem spricht unsere Filmkritikerin über den Film "What Does That Nature Say To You" von Hong Sangsoo, einem Meister des situativen Beobachtens. Der Film ist eine Komödie, aber auch eine Auseinandersetzung mit dem wirtschaftlichen Druck unter jungen Menschen.

Olga Churakova in My Undesirable Friends: Part I — Last Air in Moscow © Julia Loktev
Julia Loktev

Berlinale Reportage - My Undesirable Friends: Ein Dokumentarfilm über mutige Journalistinnen in Russland

Der Dokumentarfilm "My Undesirable Friends" von Julia Loktev zeigt die Arbeit von unabhängigen Journalistinnen in Russland. Die Regisseurin ist gebürtig aus Sankt Petersburg und hat eine Freundin bei der Fernsehstation TV Rain, die regierungskritisch arbeitet. Durch diese Freundin lernt man gut ein Dutzend jünger Frauen kennen, die extrem tough und eindrucksvoll sind. Sie arbeiten in unfassbarer Gefahr und Unfreiheit und werden von der Regierung als ausländische Agenten stigmatisiert. radioeins Kritikerin Gesa Ufer erzählt uns mehr.

Jenni Zylka © fotostudioneukoelln.de
fotostudioneukoelln.de

Kommentar von Jenni Zylka - Warum Bücher an manchen Schulen in den USA verboten sind

Julianne Moore ist nicht nur eine preisgekrönte Schauspielerin, sondern auch erfolgreiche Autorin: 2007 schrieb sie das erste einer Reihe von Kinderbüchern: Ein rothaariges Mädchen mit Sommersprossen wird in der Schule "Freckleface Strawberry" gerufen und lernt, sich selbst und seine Sommersprossen zu akzeptieren. Nicht akzeptieren will das anscheinend der US-Präsident Donald Trump: Der hat das Buch neben einigen anderen aus den Bibliotheken all jener Schulen entfernt, auf die Kinder von Mitarbeitern des US-Verteidigungsministerium gehen. Wieso sind Sommersprossen gefährlich für Menschen im Militärdienst?

Kabarettist Florian Hacke © imago images/Funke Foto Services
imago images/Funke Foto Services

Kabarett - Florian Hacke

Dürfen Eltern überfordert sein? Vermutlich ja, aber dürfen sie das auch rauslassen und - wenn ja, ist das dann noch witzig? Der Comedian und Schauspieler Florian Hacke spricht über die Tiefen des Elterndasein, denn er hat das Leben eine Weile aus der Spielplatzperskektive studiert. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Am Freitag tritt Hacke in der Ufa Fabrik in Berlin auf.

"Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" von Jakob Hein (Buchcover) © Kiepenheuer & Witsch
Kiepenheuer & Witsch

Favorit Buch - "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" von Jakob Hein

Ostberlin im Jahr 1982, die DDR existiert noch und ein junger, brillanter Wirtschaftsplaner aus Gera hat eine geniale Idee: Er will die DDR retten – mit Haschisch. Ein sozialistischer Drogenhandel, natürlich unter dem wohlklingenden Namen "Medizinalhanf". Klingt absurd? Willkommen in der Welt von Jakob Hein! Sein neuer Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" erzählt eine irrwitzige Geschichte voller DDR-Bürokratie, Gier auf Westgeld und absurder Konsequenzen. Eine Geschichte, die sich so vielleicht nicht zugetragen hat, aber genau so hätte passieren können. radioeins Literaturagentin Gesa Ufer hat den neuen Roman von Jakob Hein gelesen.

Margaret Qualley und Ethan Hawke in "Blue Moon" © Sabrina Lantos / Sony Pictures Classics
Sabrina Lantos / Sony Pictures Classics

Berlinale-Kritik - "The Message" & "Blue Moon"

radioeins Filmkritikerin Anke Leweke lobt den argentinischen Film "The Message", ein schwarz-weißes Roadmovie über die Schicksalsgemeinschaft dreier Menschen, die durch die Wüste reisen und sich gegenseitig Trost spenden. Außerdem im Wettbewerb, der neue Film von Richard Linklater, "Blue Moon", der 1943 in New York spielt und sich mit Alkoholproblemen und Homosexualität auseinandersetzt.

Leere Stühle in einem Theater © imago images/YAY Images
imago images/YAY Images

Kunst und Kultur - Kultur unter Spardruck - Was sagt der Deutsche Kulturrat?

Der Berliner Senat hat Finanzierungsnöte und spart in allen Bereichen. Auch der Kulturbereich muss seinen Anteil erbringen. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, kritisiert die Sparmaßnahmen als "dumm" und fordert eine "intelligente" Lösung. Er spricht sich für einen Plan aus, der die Auswirkungen der Sparmaßnahmen berücksichtigt und die Qualität der Kultur nicht gefährdet.

Jens Balzer © imago images/Votos-Roland Owsnitzki
imago images/Votos-Roland Owsnitzki

Kommentar von Jens Balzer - Staatsschutz ermittelt nach Völkermord-Vorwurf auf der Berlinale

Es gibt wieder mal einen Antisemitismus-Eklat auf der Berlinale, der Staatsschutz ermittelt, die neue Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle hat ihr Bedauern ausgedrückt. Dabei sollte doch alles besser werden. Was ist bloß mit diesen Filmschaffenden los? Grund ist eine Rede des Schauspielers Erfan Shekarriz. Der Text enthält umstrittene pro-palästinensische Parolen. Teile der Rede waren in sozialen Medien zu sehen.

The Stone Of Madness © Tripwire Interactive/The Game Kitchen
Tripwire Interactive/The Game Kitchen

Das Videospiel der Woche - The Stone Of Madness

"The Stone Of Madness" in ab sofort erhältlich für PC, PlayStation 5, Xbox Series und die Nintendo Switch zum Preis von ca. 30 Euro und das radioeins Videospiel der Woche.

Was Marielle weiß
Berlinale, Alexander Giesser

Berlinale Kritik - Telepathische Kräfte und überforderte Mütter

Zwei Filme mit Themen der jungen Generation: Die 13-jährige Marielle entwickelt nach einer Ohrfeige telepathische Kräfte und beginnt, ihre Eltern zu kontrollieren. Der Film ist eine Komödie, die die Wahrheit ans Licht bringt. Der zweite Film, "If I Had Legs I'd Kick You", handelt von einer überforderten Mutter, die sich alleine um ihre Kinder kümmern muss und am Rande des Nervenzusammenbruchs ist. Beide Filme verwenden Genre-Elemente, um Themen zu erzählen, die wir alle kennen. radioeins Film-Kritikerin mit Anke Leweke macht neugierig.

Podcast Elterntelefonate
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Elterntelefonate - Bundestagswahl

Wie alle echten Berliner kommt Sebastian Lehmann eigentlich aus Süddeutschland. Deswegen muss er oft mit seinen Eltern in der badischen Provinz telefonieren. Dabei unterhalten sie sich zum Beispiel über seine brotlose Kunst, die politische Grundstimmung im Lande und die Konsistenz von Gummibärchen. Die Mitschnitte dieser tiefgründigen Konversation der Generationen gibt es endlich auf radioeins.

Timothee Chalamet bei der Premiere des Kinofilms "Like A Complete Unknown" auf der Berlinale 2025 © picture alliance / Geisler-Fotopress | Clemens Niehaus/Geisler-Fotopres
picture alliance / Geisler-Fotopress | Clemens Niehaus/Geisler-Fotopres

75. Internationale Filmfestspiele in Berlin - Rückblick auf das Berlinale-Wochenende

Das erste Berlinale Wochenende war geprägt von politischen Themen und Debatten. Zwei Hollywood-Stars, Timothée Chalamet und Robert Pattinson, sorgten für Aufmerksamkeit mit ihren Auftritten auf dem roten Teppich. Julia Vismann berichtet von den Sorgen und Hoffnungen der Kulturschaffenden in der aktuellen politischen Lage.

Karoline Herfurth bei der Premiere ihres Films "Wunderschöner" in Berlin © IMAGO / PIC ONE
IMAGO / PIC ONE

Zwölf Uhr mittags - Karoline Herfurth zu "Wunderschöner"

Drei Jahre nach dem großen Erfolg von "Wunderschön” kehrt Regisseurin und Schauspielerin Karoline Herfurth mit "Wunderschöner" wieder in diese Welt und ihre Figuren zurück. Knut Elstermann findet: "Mit ihrer unnachahmlichen, warmherzigen Komik erzählt Karoline Herfurth von sehr ernsthaften Themen, von Bodyshaming, Diskriminierung, Missbrauch, von Verrat und weiblicher Solidarität und der immer lebendigen Sehnsucht nach dem Glück." Die Regisseurin und Schauspielerin war zu Gast bei "12 Uhr mittags".

Schauspielerin Tilda Swinton steht am Eröffnungsabend der Berlinale auf dem Roten Teppich mit Zuschauern zusammen © Christoph Soeder/dpa
Christoph Soeder/dpa

Internationale Filmfestspiele Berlin - Berlinale 2025 - Das war die Eröffnungsgala

Spätestens seit "Lola Rennt" gehört der 59-jährige Tom Tykwer zu den bekanntesten Regisseuren Deutschlands. Mit seinem neuesten Film "Das Licht" hat er, gemeinsam mit seinem Starensensemble um Lars Eidinger und Nicolette Krebitz, gestern Abend die 75. Berlinale eröffnet. radioeins-Reporterin Julia Vismann berichtet darüber.

Jenni Zylka © fotostudioneukoelln.de
fotostudioneukoelln.de

Kommentar von Jenni Zylka - Warum die Oscars nie fair waren

Die Oscars rücken näher, Anfang März wird der wichtigste US-amerikanische Filmpreis wieder in Hollywood verliehen. Und die dazugehörigen Werbekampagnen nehmen natürlich gerade tüchtig Fahrt auf. Ebenso häufen sich in diesem Jahr allerdings Vorwürfe und Anschuldigungen: Fast jeder der nominierten Filme wird gerade auf die eine oder andere Art mit Dreck beworfen. Es geht von Vorwürfen, zu viel KI benutzt zu haben, bis hin zu rassistischen Tweets, die aufgetaucht sind, und weiterem Fehlverhalten. Das so genannte "Oscar-Rennen" ist also so schmutzig wie noch nie – und die Filmbranche fragt sich, ob das alles noch fair zugeht.

"Der Junge" von Fernando Aramburu
Rowohlt

Favorit Buch - "Der Junge" von Fernando Aramburu

"Der 23. Oktober 1980 war ein Donnerstag. Fünfzig Schüler im Alter von fünf und sechs Jahren, plus drei Erwachsene, verloren ihr Leben infolge einer Propangasexplosion in einer Schule von Ortuella." Soweit die historische Tatsache. Wie erzählt man von einem solchen Unglück? Wie fasst man das Leid der Hinterbliebenen in Worte? Wie nähert man sich mit Respekt ihren Versuchen, das eigene Leben weiterzuführen?

Michael Stütz bei der Programm-Pressekonferenz der Berlinale 2025 © picture alliance/Geisler-Fotopress|Nicole Kubelka
picture alliance/Geisler-Fotopress|Nicole Kubelka

Internationale Filmfestspiele Berlin - Die Rückkehr der Goldenen Bären: Die 75. Berlinale startet

Die 75. Filmfestspiele von Berlin werden heute Abend eröffnet. Michael Stütz, Co-Programmdirektor und Leiter der Sektion Panorama, spricht über die Erwartungen und Herausforderungen der neuen Direktorin Tricia Tuttle, die Bedeutung einer ausgewogenen und respektvollen Darstellung unterschiedlicher Perspektiven im Programm und die Herausforderung, Stars wie Timothée Chalamet und Tilda Swinton nach Berlin zu bekommen. Die Berlinale wird präsentiert von radioeins, dem Berlinale-Radio.

Michael Klammer © IMAGO / Future Image
IMAGO / Future Image

Interview - Michael Klammer, Schauspieler

Michael Klammer war zuletzt zu sehen in dem Kinofilm "Das Lehrerzimmer" aber auch in vielen Fernsehproduktionen wie "Enfant Terrible", "Auf den zweiten Blick", "Schuld" oder in der Serie "D. Klein". Der gebürtige Südtiroler hat eine klassische Theaterausbildung gemacht. Viele Berliner kennen ihn, denn er war lange festes Ensemblemitglied am Maxim-Gorki-Theater. Jetzt sehen wir Michael Klammer wieder in einem ganz besonderen Setting. Auf Netflix ist die Serie "Cassandra" gestartet. Er spielt einen Familienvater der nach dem Einzug in ein 70er Jahre Smart Home von der dort schlummernden KI-Haushaltshilfe Cassandra heimgesucht und tyrannisiert wird. Über Lieblingsrollen und Zukunftsvisionen spricht Gesa Ufer heute mit Michael Klammer im studioeins im Bikini Berlin.

Ornament und Verbrechen © Udo Siegfriedt
Udo Siegfriedt

Interview - Ronald und Robert Lippok und Andrea Pichl: "Ornament & Verbrechen"

Seit 1983 gibt es "Ornament & Verbrechen", das Musikprojekt der Brüder Robert und Ronald Lippok. Mit einer Mischung aus Jazz und Punk, Industrial und Elektronik prägte "Ornament & Verbrechen" die Untergrundszenen der DDR vor dem Mauerfall. Die Auftritte von "Ornament & Verbrechen" gleichen Performances, für die die Lippoks Raumkonzepte entwickeln und diverse Gegenstände und Objekte zum Klingen bringen. Am 13. Februar spielen "Ornament & Verbrechen" anlässlich der Ausstellung "Wertewirtschaft" von Andrea Pichl in der großen Halle des Hamburger Bahnhofs. Warum das so gut zusammen geht und wie in etwa das klingt, fragen wir heute Abend Robert und Ronald Lippok und die Künstlerin Andrea Pichl persönlich. Herzlich Willkommen im studioeins im Bikini Berlin.

Kurdwin Ayub © Stefan Fuertbauer
Stefan Fuertbauer

Interview - Kurdwin Ayub: "Weiße Witwe"

Florentina Holzinger hat in ihrem Spielfilm "Mond" die Hauptrolle gespielt. Jetzt zeigt die im Irak geborene Wiener Filmregisseurin Kurdwin Ayub ihre erste Theaterarbeit an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Uraufführung ist am 14. Februar und "Weiße Witwe" ist eine Art Umkehrung der berühmten Rahmengeschichte von Scheherazade aus Tausendundeine Nacht. Es spielen Samirah Breuer, Benny Claessens, Georg Friedrich, Zarah Kofler und die Berliner Rapperin addeN.

Jens Balzer © imago images/Votos-Roland Owsnitzki
imago images/Votos-Roland Owsnitzki

Kommentar von Jens Balzer - Das Kennedy Center wird ganz neu aufgestellt: Ist das eine gute Nachricht? Und wenn ja - für wen?

Seit Tagen kürzt Donald Trump Etats, baut Behörden um und feuert Leute. Heute hat es die gesamte Leitung des Kennedy Centers in Washington, D.C. getroffen. Das Kennedy Center ist das größte Kulturzentrum der amerikanischen Hauptstadt. Der neue Chef steht auch schon fest: Richard Grenell, Trump-Vertrauter und uns bekannt als ehemaliger US-amerikanischer Botschafter in Berlin.

Civilization VII © 2K
2K

Das Videospiel der Woche - Civilization VII

Ein schwieriger Start für den neuen Teil der Civilization-Reihe, aber im Kern ein gutes Spiel - sagt radioeins-Videospiel-Experte Magnus von Keil über "Civilization VII". Seit heute morgen ist es für alle erhältlich - spielbar auf allen Plattformen: PC, PlayStation, Xbox und der Nintendo Switch. Preislich geht es los bei ca. 60 Euro.

Art aber fair - Die Kunstkritik

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  • "Kosmos Kandinsky" im Museum Barberini (Ausstellungsansicht) © David von Becker
    David von Becker

    Art aber fair - die Kunstkritik auf radioeins 

    Kosmos Kandinsky. Geometrische Abstraktion im 20. Jahrhundert

    Gelb, blau, rot – Dreieck, Kreis und Quadrat. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Kunstwelt eine Revolution: Künstler wie Wassily Kandinsky wandten sich ab von der figürlichen Malerei und malten geometrische Formen. Die abstrakte Malerei war geboren. Das Museum Barberini in Potsdam widmet dem Thema eine große Ausstellung. Cora Knoblauch berichtet darüber.

  • Frank Ockenfels: Nirvana 1993 @ Courtesy Fahey Klein Gallery
    Courtesy Fahey Klein Gallery

    Art aber fair - die Kunstkritik auf radioeins 

    "Frank Ockenfels 3. Introspection" in der Fotogalerie Fotografiska

    Kurt Cobain, David Bowie, George Clooney, Milla Jovovich, Angelina Jolie, Rihanna und viele, viele mehr - die Liste an Stars der Popkultur ließe sich ewig fortsetzen. Der amerikanische Fotograf Frank Ockenfels hat sie alle fotografiert. Das Fotomuseum Fotografiska im ehemaligen Tacheles zeigt einen Überblick über das große Oeuvre von Frank Ockenfels "Frank Ockenfels 3. Introspection". radioeins-Kulturexpertin Cora Knoblauch war dort

  • Kiripi Katembo, Evolution, 2008–2013, aus der Serie Un regard © Fondation Kiripi Katembo Siku. Courtesy MAGNIN-A Gallery, Paris
    Fondation Kiripi Katembo Siku. Courtesy MAGNIN-A Gallery, Paris

    Art aber fair - die Kunstkritik auf radioeins 

    "A World in Common" im c/o Berlin

    Heute geht es nicht nur um Kunst, sondern darum, unseren Blick auf die Welt zu verändern. Denn genau das hat sich eine neue Fotoausstellung vorgenommen. Unseren westlichen Weltsicht in Frage zu stellen, darum geht es der Ausstellung "A World in Common" im c/o Berlin, die mehr als 100 Werke von 23 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus Afrika und der afrikanischen Diaspora zeigt. radioeins-Kunstexpertin Marie Kaiser berichtet.

  • Von Odesa nach Berlin. Europäische Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts, Ausstellungsansicht, Gemäldegalerie 2024 © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
    Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

    Art aber fair - die Kunstkritik auf radioeins 

    "Von Odesa nach Berlin" in der Gemäldegalerie

    Fast drei Jahre dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine schon und hat seither viele menschliche Opfer gefordert. Vernichtet wurde aber auch ganz gezielt ukrainisches Kulturgut. Laut ukrainischem Kulturministerium wurden bis Januar 2025 weit über 800 Kulturstätten beschädigt oder zerstört. Gleich nach Beginn des Kriegs hat die Ukraine sich bemüht, besonders bedeutende Kunstwerke in Sicherheit zu bringen. Aus dem Museum für Westliche und Östliche Kunst in Odesa wurden die wichtigsten Gemälde nach Berlin gebracht und sind jetzt in der Ausstellung "Von Odesa nach Berlin" in der Gemäldegalerie zu sehen. Wir sprechen darüber mit unserer Kunstexpertin Marie Kaiser.

  • Marie Kaiser © radioeins/Jochen Saupe
    radioeins/Jochen Saupe

    Die Kunstkritik auf radioeins 

    Kunstkritiken auf radioeins

    Unseren Kunstexpertinnen Marie Kaiser und Cora Knoblauch ist das Herz genauso wichtig wie der Kopf – jedenfalls, wenn es um Kunst geht. Sie streifen durch Galerien und Museen, Hinterhöfe und Straßen, Läden und Bars – immer auf der Suche nach Kunst, die bewegt. Werden sie fündig, verraten sie es hier auf radioeins.

Kino und Film

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  • Barry Keoghan in Bird © MFA Film
    MFA Film

    Drama 

    Bird

    Mit ihrem neuen Film kehrt die bekannte britische Regisseurin Andrea Arnold (“Fish Tank”) in die raue Landschaft ihrer Herkunft zurück, südlich von London. Dort drehte sie mit “Bird” eine Geschichte, die sich ganz bewusst in die Tradition des britischen Sozialrealismus stellt.

  • Albrecht Schuch in "Pfau – Bin ich echt?" © Wild Bunch
    Wild Bunch

    Tragikomödie 

    Pfau – Bin ich echt?

    Die Geschäftsidee von “My Companion” ist denkbar einfach und hat in Zeiten von Einsamkeit und Statusangst einen durchschlagenden Erfolg. Matthias geht wie ein charmantes Chamäleon in die Lebenssituationen seiner Kunden hinein und bedient deren Bedürfnisse perfekt: In der Klasse des vermeintlichen Sohnes präsentiert er sich als Pilot, plaudert als Konzertbegleiter klug über moderne Musik.

  • Nora Tschirner und Karoline Herfurth in Wunderschöner © 2025 Warner Bros. Entertainment Inc.
    2025 Warner Bros. Entertainment Inc.

    Komödie/Drama 

    Wunderschöner

    Drei Jahre nach dem großen Erfolg von “Wunderschön” kehrt Regisseurin und Schauspielerin Karoline Herfurth mit "Wunderschöner" wieder in diese Welt und ihre Figuren zurück, zum jetzt getrennten Paar Milan (Friedrich Mücke) und der von ihr gespielten Sonja. Zur Lehrer-Freundin Vicky (Nora Tschirner), die sich ihrer Ehe nicht mehr sicher ist, zur jungen TV-Assistentin Julie (Emilia Schüle), die sich ihres übergriffigen Chefs erwehren muss. Neu dazu gekommen ist Anneke Kim Sarnau als Nadine, deren Politiker-Gatte (Godehard Giese) eine rumänische Prostituierte ausbeutet.

  • Hundschuldig: Anwältin Avril Lucciani (Lætitia Dosch) hat mit Hund Cosmos einen neuen Fall auf dem Tisch © 2024 BANDE À PART FILMS, ATELIER DE PRODUCTION, RTS RADIO TÉLÉVISION SUISSE, SRG SSR, FRANCE 2 CINÉMA
    2024 BANDE À PART FILMS, ATELIER DE PRODUCTION, RTS RADIO TÉLÉVISION SUISSE, SRG SSR, FRANCE 2 CINÉMA

    Komödie/Drama 

    Hundschuldig

    Man lasse sich von dem etwas albernen deutschen Titel nicht abschrecken. Der französische Originaltitel “Le procès du chien”, also “Der Prozess des Hundes” ist sehr viel schlichter und treffender. Dieser Film von Laetitia Dosch hat zwar lustige Elemente einer überdrehten Komödie, doch im Kern verhandelt er ein durchaus ernst zu nehmendes Thema, übrigens auf einem wahren Fall beruhend.

  • The White Lotus Staffel 3 (Quelle: HBO)
    HBO

    Favorit Serie 

    Serientipps

    "Unser Hotel ist das Beste der Welt. Am Ende dieser Woche werden Sie ein völlig anderer Mensch sein." Dies ist das Versprechen des Hoteldirektors des Resorts "The White Lotus" in Thailand. Dorthin führt uns jetzt nämlich die 3. Staffel der gleichnamigen HBO-Serie die seit letzter Woche auf SKY gestreamt wird. Wer die Serie kennt, wird wissen, dass der Urlaub, den die Leute hier machen, am Ende nicht ganz ungetrübt sein wird. Inwiefern das auch für diese neue Staffel zutrifft, erzählt uns Marion Brasch.

Rückblick

Mati Diop © radioeins/Schuster
radioeins/Schuster

Internationale Filmfestspiele Berlin - Berlinale 2025

Vom 13. Februar bis 23. Februar 2025 findet die 75. Berlinale findet statt. radioeins ist wieder als Berlinale-Radio mittendrin. Knut Elstermann meldet sich mit dem "Berlinale Talk" aus dem radioeins-Truck am Potsdamer Platz. Wir holen die Filmschaffenden in unser mobiles Studio.

Christian Borchert: Straßenszene mit Faschingsgesellschaft, Dresden, 1981 New Print © Christian Borchert / SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Christian Borchert / SLUB Dresden/Deutsche Fotothek

Nachhören - "Der große Schwof" mit radioeins

Feiern, Tanzen, Trinken: Zu allen Zeiten galt "Schwofen" als willkommenes Ventil für aufgestaute Energien, die aus dem Diktat von Meinungen, Redeverboten, Diskreditierungen und einer Bevorteilung opportunistischer Verhaltensweisen erwachsen sind. Gezeigt werden im Dieselkraftwerk Cottbus nicht nur bekannte und oft reproduzierte Fotografien, sondern auch zahlreiche neue und unbekannte Werke.