Kommentar von Lorenz Meyer - Brauchen wir die ARD noch?
Die ARD wird 75 Jahre alt – ein Jubiläum, das inmitten einer hitzigen Debatte gefeiert wird. Die ARD wurde 1950 gegründet – als föderaler Gegenentwurf zur staatlichen Propaganda. Finanziert durch Beiträge, steht sie bis heute für unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus. Doch ihre Rolle wird zunehmend hinterfragt. Lorenz Meyer meint in seinem Kommentar, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Platz hat, den er neu definieren muss. "Weniger Verwaltung - mehr Relevanz", so Meyer.
Kritikerinnen und Kritiker sprechen von Bürokratie, Gebührenverschwendung und Reformstau. Andere warnen vor politischem Druck – und davor, dass die ARD am digitalen Wandel zu scheitern droht. Die ARD, so scheint es, steht am Scheideweg: zwischen Vertrauen und Vertrauenskrise, zwischen Streaming-Zeitalter und Grundversorgungsauftrag.
Lorenz Meyer ist Medienkritiker, Satiriker und Autor.
Hinweis: Kommentare stellen grundsätzlich eine Meinungsäußerung der Kommentator*innen dar und entsprechen nicht automatisch der Einschätzung der Redaktion.