Historische Wahl-Niederlage - SPD im Tief: Michael Müller über die Gründe für das historische Wahldebakel

Michael Müller, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin © imago images/Emmanuele Contini
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Die SPD hat bei der Bundestagswahl 2025 massiv an Stimmen verloren. Mit nur 16,4 Prozent der Stimmen verzeichnet die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Michael Müller erklärt die Niederlage seiner Partei auf radioeins als eine Katastrophe, die nicht schönzureden ist. Er sieht die Gründe in einer jahrelangen Entwicklung, bei der viele Wählerinnen und Wähler das Gefühl hatten, dass ihre Themen nicht im Vordergrund stehen. Stattdessen habe sich die Partei zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Die Bundestagswahl 2025 hat für die SPD ein desaströses Ergebnis gebracht. Die Partei muss nun Wege finden, um ihre sozialpolitischen Themen wieder in den Vordergrund zu rücken und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Michael Müller, Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister, betonte auf radioeins, dass CDU und SPD aufeinander zugehen müssen, um eine stabile und schnelle Regierungsbildung zu ermöglichen. Dabei dürfe die SPD ihr sozialpolitisches Profil nicht verlieren.

Müller, der seit 42 Jahren Sozialdemokrat ist, wird sich in Zukunft neuen Herausforderungen stellen müssen, weil er sein Direktmandat in Charlottenburg-Wilmersdorf an Lukas Krieger von der CDU verloren hat. Auch über die Landesliste der SPD zieht Müller nicht in den Bundestag ein, bleibt aber der Politik treu.

Blick in den leeren Plenarsaal im Bundestag © picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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