Deutscher Wetterdienst - Extreme Wetterereignisse nehmen zu: Folgen für Deutschland
Die Klimakrise ist trotz anderer globaler Krisen weiterhin präsent und dramatisch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Bilanz der zu erwartenden Folgen für Deutschland erstellt. Tobias Fuchs, Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt des DWD, erklärte auf radioeins, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das 1,5-Grad-Celsius-Ziel endgültig überschritten wird. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird dies mit großer Wahrscheinlichkeit geschehen.
Das Jahr 2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Klimaufzeichnungen und das erste Jahr, in dem die globale Durchschnittstemperatur um 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lag. Das Pariser Klimaabkommen wollte genau diese Erderwärmung verhindern.
Die Variabilität von Temperatur und Niederschlag nimmt zu, so Fuchs vom DWD auf radioeins, was bedeutet, dass die Abweichungen vom Normalzustand stärker und regelmäßiger werden. Extreme Wetterereignisse wie starke Trockenheit und Überschwemmungen werden häufiger, was erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Infrastruktur hat.
Auch die Energieversorgung wird wetterabhängiger, da der Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Windkraft stark vom Wetter abhängt. Der Deutsche Wetterdienst spielt eine wichtige Rolle bei der Beratung sowohl für kurzfristige Wettervorhersagen als auch für langfristige Klimaänderungen.
Doch trotz der negativen Entwicklungen gibt es noch Hoffnung. Es ist noch nicht zu spät, Maßnahmen zu ergreifen, um die schlimmsten Auswirkungen zu verhindern. Jede Investition in den Klimaschutz ist eine gute Investition, die langfristig mehr Rendite bringt als die Anpassung an Wetterextreme.