rbb-Exklusiv - Berliner Theater vor Privatisierung? Senat plant Neuorganisation
Der Berliner Senat plant eine Neuorganisation der fünf landeseigenen Theater, darunter die Volksbühne und das Deutsche Theater. Gespräche über eine mögliche Privatisierung stehen bevor. Kultur-Staatssekretärin Sarah Wedl-Wilson hat die Theaterleitungen zu einem Treffen eingeladen, um über Rechtsformen und "Shared Services" zu sprechen. Das Treffen ist Teil des im Februar begonnenen Kulturdialogs. Mehr dazu von Nathalie Daiber aus dem rbb-Kulturrechercheteam.
Der Berliner Senat arbeitet nach rbb-Informationen an einer Neuorganisation der fünf landeseigenen Theater. Die Bühnen - Volksbühne, Deutsches Theater, Maxim-Gorki-Theater, Theater an der Parkaue und das Konzerthaus - bereiten sich aktuell auf Gespräche mit dem Senat über eine mögliche Privatisierung vor.
Dem rbb liegt eine entsprechende Einladung der Kultur-Staatssekretärin Sarah Wedl-Wilson an die Theaterleitungen zu einem Gesprächstermin über Rechtsformen und sogenannte "Shared Services" der Bühnen vor. Weder sie noch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner haben auf eine Anfrage des rbb zum Ziel der Gespräche geantwortet. Sie bestätigten lediglich den Termin.
Das geplante Treffen findet im Rahmen des im Februar begonnenen Kulturdialogs zwischen dem Regierenden Bürgermeister und den Bühnen statt. Das Gesprächsformat sei "offen" und es würden "unterschiedlichste Ideen" angesprochen, schrieb die Senatsverwaltung für Kultur.
Die Gewerkschaft ver.di sowie Mitarbeitende der landeseigenen Theater und kulturpolitische Sprecher der Opposition bewerten die geplanten Gespräche als Zeichen für eine bevorstehende Privatisierung im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen.