#3000Garagen - Über die Garagenkultur im Osten
Die europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 lädt zu einem Streifzug durch die Garagenhöfe der Stadt. Das Projekt #3000Garagen präsentiert die rund 30.000 Chemnitzer Garagen, die größtenteils zu DDR-Zeiten kollektiv und in Eigenleistung gebaut wurden, als lebendige Archive, Kreativräume und Orte der Begegnung. Wir sprechen darüber mit Jens Schöne, stellvertretender Berliner Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
So haben Sie Garagen wohl noch nicht betrachtet, als Ausstellungsfläche und Ort der Begegnung! Chemnitz, Kulturhauptstadt Europas 2025, rückt diese nun mit einer Mitmachaktion in den Mittelpunkt. Fast 30.000 Garagen soll es in Chemnitz geben - einige davon öffnen ihre Tore. Sogenannte Garagengemeinschaften zählten in der DDR zur Alltagskultur, vor allem im Vorwende-Chemnitz, damals Karl-Marx-Stadt.
"Garagen sind schon so etwas wie Zeitmaschinen, vor allem diese hier, die dann bald 60 Jahre alt werden. Und ich denke, wenn man die eine oder andere öffnet, findet man auch in den Garagen selber noch Relikte, die vielleicht sogar noch älter sind und uns dann Einblick in die Geschichte geben" - sagt Konstanze, Vorständin eines Garagenvereins in Chemnitz, die bei der Aktion mitmacht. In der Kulturhauptstadt startet nun am Wochenende ein Garagen-Parcours.