Bundestagswahl - Die Linke feiert Comeback - Schwerdtner spricht von starkem Team und klaren Zielen

Heidi Reichinnek, Ines Schwerdtner und Jan van Aken (r-l) - das Spitzenpersonal der Linken © IMAGO / photothek
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Die Linke hat bei der Bundestagswahl 2025 ein beeindruckendes Comeback hingelegt. Mit harter Arbeit, einem starken Team und klaren sozialen Positionen konnte die Partei viele Wähler überzeugen, wie Parteichefin Ines Schwerdtner auf radioeins erklärte. Nun gilt es, diese Erfolge in der Opposition zu nutzen und weiterhin eine starke Stimme für soziale Gerechtigkeit zu sein.

Die Linke ist wieder da, sagt Spitzenkandidat van Aken. Die Partei kommt auf 8,7 Prozent, hat für viele überraschend fünf Direktmandate gewonnen, darunter eines im Berlin-Lichtenberg, das von der Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner geholt wurde. Die Linke hat vor allem bei jungen Menschen gepunktet: Sie ist die stärkste bei Erstwählern und bei Menschen unter 25.

Ines Schwerdtner zeigte sich auf radioeins überrascht und erfreut über den Wahlerfolg. Besonders in Berlin konnte die Linke knapp 20 Prozent der Zweitstimmen gewinnen. Schwerdtner betonte, dass der Erfolg auf harter Arbeit und einem starken Team zurückzuführen ist. Ein wichtiger Faktor war der Haustürwahlkampf, bei dem allein in Berlin-Lichtenberg 68.000 Haustüren besucht wurden. Auch die Präsenz auf Social Media, insbesondere durch Heidi Reichinneks flammende Rede gegen Friedrich Merz, trug zum Erfolg bei.

Trotz des Erfolgs bleibt die Linke wachsam. Schwerdtner erkennt an, dass das Wählerpotenzial schwanken kann und betont die Notwendigkeit, kontinuierlich glaubwürdige Positionen zu vertreten. Die Partei will sich weiterhin gegen die AfD positionieren und eine soziale Alternative bieten. Besonders in den ostdeutschen Wahlkreisen, wo die AfD stark ist, sieht Schwerdtner die Aufgabe der Linken darin, die Jugend zu überzeugen und vor Ort präsent zu sein.

Als Oppositionspartei will die Linke eine laute Stimme für soziale Gerechtigkeit und Frieden sein. Schwerdtner kündigt an, dass die Partei von Anfang an Druck auf die Regierungsparteien ausüben wird, insbesondere in Fragen der Mietpolitik. Die Linke plant, konkrete Vorschläge wie einen Mietendeckel einzubringen und die Regierung zur Positionierung zu zwingen.

Blick in den leeren Plenarsaal im Bundestag © picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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